Kinski als bildender Künstler
Neben seiner Theatertätigkeit versucht er sich als bildender Künstler. Er zeichnet und malt und entwirft Theaterrollen in gezeichneten Charakterstudien. Ende der 40er bzw. Anfang der 50er Jahre hält sich Kinski öfters in München auf. Rupprecht Geiger, ein angesehener Münchner Maler, Grafiker und Autodidakt wie Kinski wird auf ihn aufmerksam und ist von Kinskis Arbeiten begeistert. Geiger hatte 1949 die Künstlergruppe Zen 49 mitbegründet, in derem Umfeld sich auch Kinski aufhält. Geiger hält Kinskis Oeuvre sogar für ausstellungswürdig. Leider blieb von seinem Werk als bildender Künstler nicht viel erhalten. Einen Teil dessen, ist unten zu sehen.
Cover: Kinski liest Strindberg

Das Bild zeigt die Coverabbildung zur Sprechplatte "Kinski spricht Strindberg". Das Cover wurde von Kinski selbst gestaltet und ist ein Selbstbildnis in Kohle.
Entstehungszeitraum: späte 40er, frühe 50er Jahre
Gouache-Gemälde

Dies ist ein Bildnis einer hockenden Frau, das Kinski mit Gouache-Technik gemalt hat.
Entstehungszeitraum: späte 40er, frühe 50er Jahre
Studie in Tusche

Diese Studie in Tusche fertigte er im Zusammenhang mit seinem Gedicht "Irrenhaus" an, welches später in "Fieber - Tagebuch eines Aussätzigen" erstmals komplett veröffentlicht wurde. Kinski versuchte damals, seinen Aufenthalt in der Irrenanstalt Wittenau künstlerisch aufzuarbeiten.
Entstehungszeitraum: späte 40er, frühe 50er Jahre
Charakterstudie für "Schuld und Sühne - Raskolnikoff"

Dies ist eine Charakterstudie für sein geplantes Theaterstück "Schuld und Sühne - Raskolnikoff". Kinski beweist hier in seinem Entwurf für Masken und Perrücken ein großartiges Talent für Karikaturzeichnung. Das Stück selbst wurde nie realisiert.
Entstehungszeitraum: späte 40er, frühe 50er Jahre
Einladung zur Vernissage am 5. Januar 1954 Einladung zur Vernissage am 5. Januar 1954
Eine Ausstellung mit Kohlezeichnungen Kinskis war für den 6. Januar 1954 geplant. Sie sollte in der Galerie Rudolf Springer in Berlin am Kurfürstendamm stattfinden. Die Bilder oben zeigen Vorder- und Rückseite der Einladung zur Vernissage dieser Ausstellung am 5. Januar 1954. Als Kinski in der Galerie seine Bilder aufhängt, fütttert er den Hunde (ein weißer Bullterrier) des Galeristen mit belegten Broten. Rudolf Springer weist Kinski darauf hin, dass der Hund nur von ihm persönlich gefüttert werden dürfe. Kinski beachtet diese Bitte nicht und füttert den Hund weiter, woraufhin Springer Kinskis Ausstellung absagt.

Aus anderen Quellen ist zu entnehmen, das eine Ausstellung mit Kinskis Werken nicht zustande kam, weil er im Vorfeld seine Bilder zerfetzt hat. Auch seine erste und einzige Plastik mit dem Titel "Das Chaos" soll er mit einem Hammer zerschlagen haben.
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